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Unheimliche Schwelbrand-Serie im Gasthof
Zum dritten Mal konnte eine Brand-Katastrophe in Schallfeld noch verhindert werden – Kripo ist jetzt eingeschaltet
Unheimliche und unerklärliche Serie: Zum dritten Mal innerhalb von nicht einmal drei Jahren kam es im Gasthaus Melchior in Schallfeld zu einem Schwelbrand. Auch jetzt ging alles relativ glimpflich ab, doch diesmal konnte die Brandkatastrophe gerade noch in letzter Sekunde verhindert werden.
Selbst die Polizei hat, wie bereits kurz in der Freitagsausgabe berichtet, derzeit keine Erklärung für das, was seit geraumer Zeit im Gasthaus Melchior Mysteriöses passiert. Der Schwelbrand am späten Donnerstagnachmittag war inzwischen bereits der dritte innerhalb von nicht einmal drei Jahren. Deshalb wurde jetzt auch von der Polizeiinspektion Gerolzhofen die Kriminalpolizei in die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache eingeschaltet. Dies bestätigte Dienststellenleiter Jochen Dietrich gegenüber dieser Zeitung.
Der Gerolzhöfer Polizeichef: „Wenn es dreimal brennt, noch dazu zweimal so kurz hintereinander, dann ist das auch für uns ein Signal, was die Ursache sein könnte. Das Ergebnis der Ermittlungen ist aber momentan noch offen.“
Auch in diesem Fall ging alles dank Rauchmelder und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren noch einmal glimpflich ab. Doch diesmal war es so eng wie nie zuvor. Kreisbrandrat Georg Vollmuth (Frankenwinheim) in einer ersten Reaktion vor Ort: „Wir haben die Situation gerade noch günstig erwischt. Es war kurz vor dem Überschlag.“
So blieb es zum dritten Mal bei Ruß- und verhältnismäßig geringen Sachschäden an der Einrichtung. Wobei diesmal im ersten Stock nicht das zuvor zweimal betroffene Zimmer, sondern nun der Vorraum des alten Saales in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Gastwirtsfamilie war zum Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, außer Haus. Glücklicherweise hatte eine Nachbarin gehört, wie die erst kürzlich im Haus installierte Rauchmelderanlage, die die einzelnen Rauchmelder ersetzt, Alarm ausgelöst hat. Die Frau hatte daraufhin umgehend einen im Ort wohnenden Verwandten der Melchiors informiert. Daraufhin nahm die Alarmierung ihren Lauf.
Vier Wehren im Einsatz
Während in den beiden ersten Fällen das zur Schlossgasse hin gelegene Zimmer im ersten Stock betroffen war, verkohlten und verschmorten diesmal im auf der gleichen Etage befindlichen früheren Vorsaal zur Frankenwinheimer Straße hin ein Sofa, ein Tisch und wieder verschiedene Textitlien.
Im Einsatz waren unter der Leitung von Kreisbrandrat Georg Vollmuth, Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm und dem aus Schallfeld stammenden Kreisbrandmeister Jens Michel neben der örtlichen Feuerwehr die Feuerwehren aus Gerolzhofen, Frankenwinheim und Lülsfeld. Auch Bürgermeister Wolfgang Anger machte sich vor Ort ein Bild von dem Geschehen.
Zuletzt hatten in den frühen Morgenstunden des Montags, 14. November 2011, im Gasthaus Melchior ein Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der alarmierten Feuerwehren ein deutlich größeres Schadensausmaß verhindert.
Gegen 6.30 Uhr hatten am Kirchweihmontag 2011 die Sirenen geheult. Kurz zuvor hatte der Sohn der Gastwirtsfamilie den Signalton des Rauchmelders bemerkt und daraufhin sofort die Eltern geweckt. Die Rauchentwicklung war zu diesem Zeitpunkt schon stark fortgeschritten.
Der damalige Kleinbrand hatte sich inmitten der Herbstkirchweih ereignet. Diese war 2011 in Verbindung mit dem Jubiläum „100 Jahre Gasthaus Melchior“ gefeiert worden. Die Kirchweih konnte nach dem morgendlichen Schrecken und der damit verbundenen Aufregung dann doch noch, wie geplant, in der Gastwirtschaft ausklingen.
Bereits am 11. Mai 2009 war dort an gleicher Stelle im ersten Stock des Gasthauses ein Schwelbrand glimpflich verlaufen.
So war es dank der Rauchmelderanlage und dem raschen Eingreifen der Feuerwehren auch jetzt, zum bereits dritten Mal der Fall, allerdings mit dem Unterschied, dass man diesmal der Aussage von Kreisbrandrat Georg Vollmuth zufolge nur haarscharf an der Brandkatastrophe vorbei schrammte.
Quelle: www.mainpost.de