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Dachstuhlbrand Münnerstadt

Einsätze > Berichte > 2012

Am 27.01.2012 alarmierte die PI Bad Kissingen die Freiwillige Feuerwehr Stadt Münnerstadt um 11:20 Uhr zu einer Rauchentwicklung in der Riemenschneiderstraße im Altstadtbereich von Münnerstadt. Die massive Rauchentwicklung, welche schon von weitem sichtbar war, ließ vermuten, dass es sich um keinen Zimmerbrand handelte. Ein Teil der Einsatzkräfte, welche zum Feuerwehrgerätehaus eilten und dafür die Riemenschneiderstraße benutzten, konnte sich ein erstes Bild von der Einsatzstelle machen und eine enorme Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss eines Wohn- und Geschäftshaus erkennen.

Vor Ort stellte sich die Lage wie folgt dar: bei der gemeldeten Örtlichkeit handelte es sich um direkten Altstadtbereich; hierdurch standen als Arbeitsraum nur die Hauptstraße sowie ein Innenhof zur Verfügung; durch die geschlossene Bebauung stehen Gebäude an Gebäude; aus dem Dachgeschoss eines Wohn- und Geschäftshaus drang dichter und dunkler Rauch; der Brand breitete sich zügig aus und drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen.

Aus diesem Grund veranlasst der ersteintreffende Einsatzleiter unverzüglich bei eintreffen eine Alarmstufenerhöhung von 2 auf 3. Somit waren ergänzend zur Feuerwehr Stadt Münnerstadt noch die Feuerwehr Reichenbach, Burghausen, Althausen , Kleinwenkheim, Nüdlingen, Stadt Bad Kissingen sowie die UG-ÖEL alarmiert bzw. bereits auf der Anfahrt.

Unverzüglich wurde ein massiver Löschangriff über Drehleiter und im Innenangriff vorbereitet. Der erste im Innenangriff vorgehende Trupp stieß beim Vorgehen auf ein in Vollbrand stehendes Obergeschoss. Durch den Türspalt einer sich seitlich befindenden und noch verschlossenen Tür war auch deutlicher Feuerschein erkennbar.
Für den Löschangriff über die Drehleiter wurde diese mit dem Wenderohr ausgestattet und mit einer Korbbesatzung in Stellung gebracht um bei einer Durchzündung des Dachstuhls zu einem offenen Dachstuhlbrand unverzüglich eingreifen zu können. Diese Maßnahme sowie die Gefahr von herabfallenden Dachziegeln machten eine weiträumige Sperrung der Hauptstraße notwendig.

Innerhalb weniger Minuten breitete sich das Feuer stark aus und griff auf die zwei benachbarten Dachstühle über. Dies machte ein umsetzen der Drehleiter notwendig. Da zwischenzeitlich auch die Drehleiter der Stadt Bad Kissingen zur Unterstützung eingetroffen war wurde beschlossen, dass die Feuerwehr Stadt Bad Kissingen ihre Drehleiter so in Stellung bringt, dass das Hotel „Bayerischer Hof“ gesichert werden kann. Die Feuerwehr Stadt Münnerstadt versetzte ihre Drehleiter auf Höhe des dritten brennenden Dachstuhls. So war der betroffene Bereich durch den Löschangriff über zwei Drehleitern bestmöglich abgedeckt und ein weiteres Übergreifen konnte verhindert werden.

Unzählige Trupps im Innenangriff unterstützten die Löscharbeiten und brachten die zahlreichen Bewohner der betroffenen Gebäude in Sicherheit. Auch eine Arztpraxis musste geräumt werden. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden. Immer wieder aufflammende Glutnester und Kleinbrände mussten bekämpft werden. Dies war nur noch zum Teil im Innenangriff möglich da die eingefallene Dachhaut ein vorgehen erschwerte. Nicht erreichbare Stellen wie z.B. vorgelagerte Dachgauben wurden von der Drehleiter aus abgelöscht. Dazu wurde in den Abendstunden von der Drehleiter aus der Dachstuhl ausgeleuchtet. Durch den Bautrupp der Stadt Münnerstadt wurde zur Sicherung der Einsatzstelle der betroffene Straßenzug gesperrt und die Gebäude mit Bauzäunen abgesichert um eine Gefährdung für Passanten durch herabfallende Ziegel zu vermeiden.

Einsatzende 20:00 Uhr

Eingesetzte Mittel:

Münnerstadt: VRW, TLF 16/25, DLK 23/12, RW 2, LKW, MZF
Reichenbach: TSF
Kleinwenkheim: LF 8/6
Althausen: TSA
Burghausen: TSF
Nüdlingen: LF 8/6, TLF 16/25, MZF
Bad Kissingen: KdoW, LF 20/16, DLAK 23/12, TLF 16/25
Oerlenbach: UG-ÖEL
Sonstige: diverse Mittel des Rettungsdienst (inkl. UG-SanEL), mehrere Streifenwagen, Kräfte der Kreisbrandinspektion Bad Kissingen


Quelle: Homepage FF Münnerstadt

siehe auch: Mainpost.de


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